Diabetes Diät – mit der ketogenen Diät Diabetes in den Griff bekommen

Diabetes Diät

Zwischen 1985 und 2011 hat sich die Anzahl der Diabetes-Erkrankungen weltweit mehr als verzehnfacht. Die Prognose für die nächsten Jahrzehnte geht von einem weiteren Anstieg aus. Im Jahr 2030 könnte es schon über 552 Millionen Diabetes-Patienten geben. Wie kann man diesem Trend nun entgegenwirken? Gibt es eine Diabetes Diät, mit der man diese Krankheit kontrollieren oder gar heilen kann?

Typ-1 und Typ-2 Diabetes

Es gibt zwei unterschiedliche Arten von Diabetes, Typ-1 und Typ-2 Diabetes.

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Typ-1-Diabetes kommt meist bei Kindern und jungen Erwachsenen vor. In ihren Körpern sterben insulinbildende Zellen ab, der Grund dafür ist noch unklar. Durch dieses Absterben kommt es zu einem Insulinmangel, sodass Insulin von außen zugeführt werden muss.

Zum Beispiel durch Spritzen. Ein erstes Anzeichen für Typ-1 Diabetes ist meist ein rapider Gewichtsverlust. Insulin ist im Körper nämlich dafür verantwortlich, dass Energie gespeichert wird, ohne Insulin kann zugeführte Energie also schlecht genutzt werden und es können keine Fettreserven angelegt werden.

Typ-2 Diabetes ist am weitesten verbreitet, über 90 % der Diabetes-Patienten haben diese Art von Diabetes. Betroffen sind meist übergewichtige Menschen im mittleren Alter.

Meist haben sie zudem noch einen hohen Cholesterinspiegel und einen erhöhten Blutdruck. Bei Typ-2 ist der Blutzuckerspiegel stark erhöht, der Körper produziert sehr viel Insulin, da die Zellen aber zugleich eine geringe Insulinsensitivität haben, wird der Blutzuckerspiegel kaum gesenkt.

Insulin ist dafür verantwortlich, dass der Blutzucker in die Zellen gelangt, um dort zur Energieversorgung genutzt zu werden. Wenn die Zellen kein Insulin und somit keinen Blutzucker mehr aufnehmen können, wird der Überschuss als Fett eingelagert. Deswegen leiden Typ-2 Diabetiker oft an Übergewicht.

Der erhöhte Blutzuckerspiegel kann aber auch zu anderen Schäden im Körper führen, wie Blindheit, Herzinfarkt, Schlaganfall, Amputationen, Nierenschäden, Demenz oder gar zum Tod führen, da ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel die feinen Blutgefäße zerstört.

Die Ursachen für Typ-2-Diabetes sind ebenfalls noch nicht ganz geklärt, allerdings wurde ein Zusammenhang zwischen Typ-2-Diabetes und Zucker festgestellt: Je höher der Konsum an Zucker und einfachen Kohlenhydraten, desto höher ist ebenfalls das Risiko für Diabetes.

Diabetes wird zudem als „Zuckerkrankheit“ oder als Diabetes mellitus bezeichnet, wobei mellitus so viel wie „honigsüß“ bedeutet.

Zur Veranschaulichung: Typ-2-Diabetes wird durch die Untersuchung der roten Blutkörperchen festgestellt. Bei Typ-2-Diabetes gibt es eine erhöhte Anzahl an roten Blutkörperchen, die sozusagen mit Zucker überzogen sind. Das Verhältnis von Zucker-überzogenen zu normalen roten Blutkörperchen legt fest, ob eine Erkrankung an Typ-2-Diabetes besteht oder nicht.

Konventionelle Behandlungsmethoden mit Medikamenten führen nie zu einer Heilung von Diabetes. Bestenfalls wird die Krankheit unter Kontrolle gehalten, sodass keine gravierenden Schäden entstehen können.

Besonders Typ-2-Diabetikern wird darüber hinaus eine Diät nahegelegt, da überschüssiges Körperfett, gerade im Bauchbereich, einen Risikofaktor darstellt. Die ideale Ernährung für Diabetiker, wie sie von verschiedenen Stellen empfohlen wird, soll fettarm und ballaststoffreich sein und mit Sport kombiniert werden.

Die ketogene Diabetes Diät ist demgegenüber allerdings sehr fettreich. Allerdings kann sie bei beiden Diabetesarten zu einer drastischen Reduktion der Medikamente führen. In einigen Fällen von Typ-2-Diabetes ist sogar eine Heilung möglich.

 

Wichtig!!!!

Wenn du Diabetiker bist und Medikamente nimmst und eine ketogene Diabetes Diät mit wenigen Kohlenhydraten beginnen möchtest, ist es wirklich wichtig, dass du das mit einem Arzt besprichst. Von Beginn an sollten Insulinspritzen um 30-50% reduziert werden, lieber etwas zu viel reduzieren als zu wenig. Nachspritzen kannst du immer noch. Zu viel Insulin kann nämlich den Blutzuckerspiegel zu stark senken und eine Hypoglykämie (= zu niedriger Blutzucker) auslösen. Dies macht sich durch Schweißausbrüche und ein getrübtes Bewusstsein bemerkbar, du kannst dadurch aber auch ins Koma fallen.  Deswegen musst du deinen Blutzuckerspiegel in der Anfangsphase einer ketogene Diät sehr oft messen, streng überwachen und mit einem Arzt die Anpassung all deiner Medikamente besprechen, die Auswirkungen auf deinen Blutzuckerspiegel haben.

 

Bei Typ-1-Diabetikern besteht das Risiko der Ketoazidose. Du solltest genau wissen, wie du damit umgehen musst, bevor du dich für eine ketogene Diabetes Diät entscheidest.

 

Die Diabetes Diät

Für Typ-1-Diabetiker

Bei Typ-1-Diabetes wird es mit einer kohlenhydratarmen Diabetes Diät viel leichter, den Blutzucker zu kontrollieren, da es nicht mehr zu so dramatischen Schwankungen im Blutzuckerspiegel kommt. Von Beginn an, muss aber darauf geachtet werden, dass die Insulindosis angepasst wird, bleibt dein Blutzucker konstant niedrig, brauchst du deutlich weniger Insulin.

Bei Typ-1-Diabetes besteht wie schon erwähnt, das Risiko einer Ketoazidose. Verzichtest du nämlich einige Zeit komplett auf Kohlenhydrate und Zucker, gelangst du in den Zustand der Ketose. Dort wandelt der Körper seine Fettdepots in Energie um und deckt damit seinen Energiebedarf.

Dazu stellt er aus dem Fett Ketonkörper her, die nun die Energieversorgung gewährleisten. Mit einer ketogenen Ernährung steigt die Anzahl der Ketonkörper im Blut auf eine Konzentration von 1,0-3,0 mmol/l.

Steigt die Konzentration weiter an, produzieren gesunde Menschen Insulin und senken dadurch die Ketonkörperproduktion wieder. Typ-1-Diabetiker können Insulin jedoch nicht ausreichend selbst produzieren, so kann es passieren, dass die Konzentration an Ketonkörpern weiter ansteigt, auf 5,0 mmol/l oder mehr.

Dieser Zustand ist lebensbedrohlich und muss sofort behandelt werden. Folgst du einer ketogenen Diät und bist in Ketose, reicht schon eine Fehlfunktion deiner Insulinpumpe oder das Vergessen von 1-2 Insulininjektion, um an diesen Punkt zu gelangen.

Wenn du an Typ-1-Diabetes leidest, solltest du eine ketogene Ernährung nur in Betracht ziehen, wenn du sicher weißt, wie du mit dem Risiko der Ketoazidose umgehen musst.

Andernfalls empfiehlt sich eine kohlenhydratarme Ernährung mit ca. 50g Kohlenhydraten pro Tag (und nicht nur 20g wie bei der ketogenen Ernährung), mit 1-2 Portionen Obst, so wirst du trotzdem einen deutlich stabileren Blutzuckerspiegel haben, aber nicht in Ketose sein.

Für Typ-2-Diabetiker

Für die Mehrheit der Diabetiker ist eine ketogene Ernährung als Diabetes Diät jedoch ausgezeichnet geeignet. Du wirst deine Medikamente mindestens drastisch reduzieren können oder deine Krankheit vielleicht sogar heilen.

Da viel Zucker zu Diabetes führt, ist der Verzicht auf Zucker eine logische Konsequenz zur Behandlung von Diabetes. Bei einer ketogenen Diabetes Diät nimmst du maximal 20 g Kohlenhydrate pro Tag zu dir, die im Idealfall von grünem, ballaststoffreichen Gemüse kommen, dazu 1 g Protein pro Kilogramm Körpergewicht und den Rest deiner Tageskalorien deckst du mit Fett.

Das ergibt eine Nährstoffverteilung von 5 % Kohlenhydraten, 20-30 % Protein und 70-80 % Fett.

Was kannst du von dieser Diabetes Diät also nun erwarten? Bereits ab der ersten Mahlzeit sinkt dein Blutzuckerspiegel und normalisiert sich nach einiger Zeit. Da du keine Kohlenhydrate isst, ist auch kein Zucker da, der in dein Blut gelangen könnte. Zudem wird dein Körper ohne Kohlenhydrate auf deine Fettreserven zugreifen und sie nach und nach dahinschmelzen lassen.

2005 wurde am Duke University Medical Center eine Studie durchgeführt. Diese untersuchte die Vorteile einer ketogenen Diät für Patienten mit Typ-2-Diabetes.

Dabei wurden die 28 Teilnehmer für 16 Wochen auf eine ketogene Diät gesetzt. Alle Teilnehmer waren übergewichtig, durchschnittlich 56 Jahre alt und litten unter Typ-2-Diabetes.

Die Versuchsteilnehmer wurden medizinisch überwacht, sodass eine entsprechende Anpassung ihrer Medikamente erfolgen konnte. Nach den 16 Wochen hatten die Teilnehmer durchschnittlich 8,7 kg Gewicht verloren, ihren Blutzuckerspiegel um 16,6 % verringert und ihre Blutfettwerte um 41,6 % reduziert. Alle Teilnehmer konnten ihre Medikamentendosis senken oder sogar ganz absetzen.

Diabetes Diät Fazit

Abschließend lässt sich also festhalten, dass eine ketogene Diabetes Diät für beide Arten an Diabetes große Vorteile bringen kann, da der Blutzuckerspiegel reguliert wird. Bei Typ-1-Diabetes muss jedoch das Risiko der Ketoazidose gründlich beachtet werden.

Auch bei Typ-2-Diabetes ist, zumindest zu Beginn, eine genaue Überwachung deiner Werte nötig, damit deine Medikamente entsprechend angepasst werden können. Allerdings erfährst du danach große Verbesserungen, du verlierst Fett, kannst deine Medikamente drastisch reduzieren und wirst vielleicht sogar komplett geheilt.

Es gibt sie also, die Diabetes Diät die es dir deutlich leichter macht, deine Krankheit zu kontrollieren.

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