Genießen mit gutem Gewissen. Weil Fett nicht fett macht

keto essen

Fett macht fett. Das weiß doch jeder! Mit neun Kalorien pro Gramm hat Fett, von allen Makronährstoffen, die höchste Energiedichte. Proteine und Kohlenhydrate haben weniger als halb so viel, nämlich nur vier Kalorien pro Gramm. Du musst weniger Kalorien zu dir nehmen als du verbrauchst, um abzunehmen, also solltest du möglichst fettarm und nicht keto essen? Nun, nicht ganz…

Fett war in den letzten Jahren das schwarze Schaf in der Ernährung.

Fett würde fett und krank machen hieß es und dafür sorgen, dass man an Herz-Kreislauf-Erkrankungen stirbt, denn es treibt den Cholesterinspiegel in die Höhe und verstopft die Arterien.

Kostenloses Online Seminar

DAS ABNEHMWUNDER 
AUS DER STEINZEIT

SCHLANK MIT SCHWEINSBRATEN UND LEBERKAAS?SO NIMMST AUCH DU 2018 WIRKLICH AB!

In den letzten Jahren hat sich das Image von Fett zum Glück gewandelt.

Nicht zuletzt, weil viele Menschen mit keto Essen ihr Wunschgewicht erreicht haben und während dieser Diät auch noch gesünder geworden sind als zuvor.

Besonders, wenn sie an Diabetes, zu hohem Blutdruck oder einem erhöhten Cholesterinspiegel litten.

Keto Essen besteht immerhin aus 70 bis 80% Fett, eine grauenhafte Vorstellung für alle, die noch den Ernährungs-Dogmen aus den 1980er Jahren anhängen.

Ich kenne das noch aus meiner Kindheit.

Einige Verwandte und Familienangehörige hatten einen zu hohen Cholesterinspiegel, darum kam bei uns Margarine auf den Tisch, keine Eier, Essen wurde möglichst oft gedünstet und Fett wurde nur sehr sparsam eingesetzt.

Es kostete mich richtig Überwindung als ich anfing keto zu essen, meine Eier (!) in zwei (!) Esslöffeln Butter (!) zu braten, zu essen und kein schlechtes Gewissen zu haben.

Nun nach mehreren Jahren habe ich gesehen, dass mir persönlich Fett sehr gut tut. Ich fühle mich klasse mit keto Essen und schätze eine gute Butter so sehr, dass ich mir manchmal auch ein Eckchen abschneide und sie pur genieße – ganz ohne schlechtes Gewissen.

Fett ist nämlich super für den Körper und besonders für unser Gehirn. Es besteht nämlich immerhin zu 70% aus Fett.

Fette liefern viel Energie und sind nötig, damit die fettlöslichen Vitamine A, D, E, K vom Körper aufgenommen werden. Es gibt mehrere essentielle Fettsäuren, die wir zum Leben brauchen.

Allein das sagt viel über die große Bedeutung von Fett für unsere Ernährung aus.

Fette sind an der Bildung von Zellen und Hormonen beteiligt, wir brauchen sie für eine optimale Zellfunktion.

Wenn du unter Hunger, trockener Haut, Konzentrationsstörungen, Menstruationsbeschwerden-/ -störungen leidest, können das Hinweise darauf sein, dass der Fettanteil in deiner Ernährung zu gering ist.

Machen Kalorien dick?

Die große Mehrheit versucht den Fettanteil in ihrer Nahrung möglichst gering zu halten, mit dem Argument, dass sie ja dann weniger Kalorien zu sich nehmen würden.

Immerhin hat Fett, wie oben beschrieben, die höchste Energiedichte pro Gramm im Vergleich zu Kohlenhydraten und Protein.

Und je mehr Kalorien man zu sich nimmt, desto mehr Fett baut man auch auf – heißt es zumindest. Um eben jenes zu vermeiden, haben wir beherzt zu kohlenhydratreichen und fettarmen Lebensmitteln gegriffen.

Diese Vorgehensweise verkennt allerdings, dass Hormone eine zentrale Rolle beim Fettaufbau spielen.

Verkürzt stellt sich die Sache nämlich so dar: Dein Körper kann entweder Masse auf- oder Masse abbauen. Beides gleichzeitig geht nicht.*

Das Signal zum Aufbau von beispielsweise Fettmasse, gibt Insulin und das zum Fettabbau, Glucagon. Wenn du den Insulinausstoß deines Körpers also so gering wie möglich hältst, ist es also leichter Fett abzubauen.

Insulin wird nach jeder Mahlzeit produziert, einfach damit dein Körper die zugeführte Energie nutzen kann.

Am wenigsten sorgen jedoch fettreiches keto Essen mit einem moderaten Proteinanteil dafür, dass Insulin produziert wird.

Insulin wird nach jeder Mahlzeit produziert, einfach damit dein Körper die zugeführte Energie nutzen kann. Am wenigsten sorgen jedoch fettreiches keto Essen mit einem moderaten Proteinanteil dafür, dass Insulin produziert wird.

*Um Missverständnissen vorzubeugen, noch ein paar Sätze dazu, dass man nicht gleichzeitig Masse auf- und abbauen kann. Ja, das stimmt.

Aber mit keto Essen ist es durchaus möglich, gleichzeitig Muskeln aufzubauen und die Fettdepots dabei zu verringern. Aber diese beiden Prozesse laufen nicht in derselben Sekunde ab.

Wenn du beispielsweise bis abends fastest, baut dein Körper Fett ab. Wenn du dann trainierst und ein üppiges keto Essen zu dir nimmst, wird er sich in der Nacht damit beschäftigen, entstandene Muskelschäden zu reparieren, was dafür sorgt, dass du Muskulatur aufbaust.

Keto essen heißt viel Fett essen, oder?

In der Gemeinschaft aller Ketarier hält sich hartnäckig die Annahme, man müsse viel Fett essen, um möglichst tief in Ketose zu sein, damit der Körper dann viel Fett abbaut.

Das ist allerdings irgendwie unlogisch. Viel Fett essen, damit viel Fett verbrannt wird, wie soll das gehen? Hier soll mit dieser Ansicht etwas aufgeräumt werden.

Ja, wenn du mit deinem keto Essen viel Fett zu dir nimmst, kann es sein, dass dir – mit welcher Messmethode auch immer – angezeigt wird, dass du mehr Ketone produzierst.

Das ist nachvollziehbar, denn Ketone werden aus Fett gemacht und wenn viel Fett in deinem Blutkreislauf zirkuliert, kann deine Leber daraus Ketone machen.

Eine höhere Konzentration an Ketonen hat durchaus auch Vorteile, besonders in Hinblick auf körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit.

Sie wird allerdings nicht dafür sorgen, dass du schneller abnimmst. Wenn also Fettabbau dein Ziel ist, hilft es nicht so viel Fett wie möglich zu essen und deinem Kaffee esslöffelweise Butter zuzufügen – leider.

In Ketose kommst du nicht durch keto Essen nicht, dass du sondern dadurch, dass du WENIG KOHLENHYDRATE zu dir nimmst.

Der einfachste, schnellste, wenn auch schwierigste, weil unangenehme Weg in Ketose zu kommen, geht nämlich ganz ohne keto Essen und zwar mit Fasten.

Dabei isst du keinen Zucker, kein Fett und keine Proteine und dein Körper bedient sich ganz frei an deinen Fettdepots.

Wenn du also deine Ketonwerte erhöhen willst und Fettverlust dein Ziel ist, kann es hilfreich sein, wenn du die Zeit, in der du natürlich fastest, etwas weiter ausdehnst.

Falls du dich jetzt wunderst: Aber die ideale Makronährstoffverteilung für keto Essen sieht vor, dass ich 5% Kohlenhydrate, 20% Protein und 75% Fett esse und das ist ganz schön viel Fett – soll ich jetzt auf Fett verzichten?

Ist die klare Antwort darauf: Nein!

Fett ist gesund, ein wichtiger Baustein für deinen Körper und es spielt eine zentrale Rolle dabei, dass du mit keto Essen nicht dauernd hungrig bist.

Aber diese Makronährstoffverteilung für keto Essen erhältst du relativ leicht, wenn du auf natürliche und fettreiche Lebensmittel setzt, wie Eier, Fleisch, grünes Gemüse, Milchprodukte mit dem vollen Anteil an Fett, Fisch und Nüsse.

Um mit keto Essen erfolgreich abzunehmen, ist es nicht wichtig, dass du Fett vermeidest, sondern, dass du nicht übermäßig viel Fett zu dir nimmst.

Also deine Eier nicht extra in fünf Esslöffel Butter brätst, sondern vielleicht nur mit einem oder zwei.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.