Ketogene Backrezepte – einfach und lecker ketogen backen

Ketogene Backrezepte

Ketogene Backrezepte unterscheiden sich von traditionellem Backen meist nur durch die Zutaten. Statt Zucker und Weizenmehl setzt man hier auf kohlenhydratarme Mehlsorten. Mag es zu Anfang verwirrend erscheinen, wenn du ketogen backen willst und dich einer Vielzahl an neuen Zutaten gegenüber siehst, wirst du mit etwas Übung feststellen, dass es ganz einfach ist.

Herkömmliche Backrezepte kommen meist mit Weizenmehl, Milch, Eiern, Butter und Zucker aus. Manchmal noch mit Nüssen. Ebenso Schokolade und Obst sind beim Backen sehr beliebt.

Diese Zutaten stellen die Basis für verschiedene Teigsorten dar, die dann zu unterschiedlichen Gebäckarten, Torten, Kuchen und Keksen verarbeitet werden können. Ketogen backen unterscheidet sich kaum von herkömmlichem Backen. Mit Nüssen, Eiern, Butter und Milch kannst du schon viele köstliche Rezepte backen.

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Mittlerweile gibt es auch zahlreiche Zutaten die anstelle von Weizenmehl verwendet werden können. Sie besitzen unterschiedliche Eigenschaften und je nach dem Ergebnis, das du dir wünschst, solltest du dir deine Zutaten wählen.

Klassische trockene Zutaten für ketogene Backrezepte sind folgende:

Trockene Zutaten sind, wie der Name schon sagt, trocken. Sie bilden die Basis des Backrezeptes und ersetzen bei ketogenen Backrezepten das Weizenmehl. Allerdings haben sie auch unterschiedliche Eigenschaften. Mandelmehl zum Beispiel gibt es in den Varianten „entölt“ und „teilentölt“.

Aus Mandeln kann man unheimlich viel herstellen. Du hast zu Beginn die ganze Mandel. Gemahlen hast du eine sehr stark nach Mandeln schmeckende und nur sehr fettig Grundsubstanz aus gemahlenen Nüssen.

Diese werden für Mandelmehl nun ganz oder teilweise entölt. Teilentöltes Mandelmehl hat einen höheren Fettanteil und intensiveren Nussgeschmack als entöltes Mandelmehl. Das ist trockener, aber auch feiner und ähnelt herkömmlichem Mehl am stärksten.

Kokosmehl dient bei ketogenen Backrezepten dazu, Flüssigkeit aufzusaugen und das Gebäck fester zu machen. Es wird meist in relativ geringen Mengen verwendet, eben weil es Flüssigkeit so stark aufsaugt. Gebäck, dass nur aus Kokosmehl besteht wird meist sehr trocken und bröselig.

Wenn dir allerdings ein Teig zu flüssig geworden ist, gib einfach 1-2 TL Kokosmehl hinzu und schon wird die überschüssige Flüssigkeit aufgesaugt.

Beachte aber, dass das einige Augenblicke dauern kann. Rühre also den Teig mindestens 5 Minuten durch, bevor du mehr Kokosmehl hinzugibst, sonst wird er dir am Ende noch zu trocken.

Ähnlich verhält es sich mit Leinsamen, Chia-Samen und Flohsamenschalen. All diese Zutaten sind stark flüssigkeitsbindend, besonders wenn sie gemahlen sind. So ziehen gemahlene Chia-Samen noch mehr Wasser aus einem Teig als ganze Chia-Samen. Solltest du dich bei deinem Einkauf wundern, dass es keine gemahlenen Chia-Samen gibt: Ja das stimmt.

Aber sie lassen sich ganz einfach zuhause selbst mahlen, mit einer Küchenmaschine. Am stärksten von allen ketogenen Backzutaten ziehen Flohsamenschalen Flüssigkeit. Sie sind zudem relativ geschmacksneutral.

Leinsamen schmecken ebenfalls recht nussig und eignen sich dadurch sowohl für süße, als auch für herzhafte Backrezepte. Diese drei Zutaten zeichnen sich dadurch aus, dass sie sehr viele Ballaststoffe enthalten und dementsprechend extrem kohlenhydratarm sind. Mit ihnen kannst du tolle Rezepte backen und den Kohlenhydratanteil trotzdem recht gering halten.

Den größten Anteil an Zutaten für ketogene Backrezepte machen Nüsse aus. Egal ob ganz oder gemahlen. Sie sind deutlich zuckerärmer als herkömmliches Weizenmehl und vielseitig einsetzbar, ob als Hauptzutat oder als einzelne ganze Nuss zum Verzieren eines Kekses.

Zu den trockenen Zutaten kommen noch „nasse“ Zutaten hinzu, die dann als Bindemittel für die trockenen Zutaten dienen. Da Milch verhältnismäßig viel Zucker enthält, kann man verschiedene andere Flüssigkeiten verwenden.

Auch hier zeigt sich, wie vielfach einsetzbar Nüsse sind. Mandelmilch ist in meiner Küche, eine der meist verwendeten Flüssigkeiten, auch bei ketogenen Backrezepten. Mandelmilch ist extrem kohlenhydratarm und schmeckt lecker, nussig, nach nun ja, Mandeln.

Doch auch Haselnussmilch ist geeignet oder für die, die es gleich etwas fetter wollen Kokosmlich, die wunderbar cremig ist. Doch je nach Rezept können auch Kaffee oder andere Zutaten verwendet werden, je nachdem was für ein Rezept dir vorschwebt.

Du kannst bei ketogenen Backrezepten ruhig kreativ werden und verschiedene Sachen ausprobieren. Aus Fehlern lernt man meiner Erfahrung nach das Meiste. Und: Selbst ein missglücktes Backrezept kann lecker sein und geht selten völlig daneben.

Um ein Beispiel zu nennen: Mir ist einmal ein Blech mit Zimt-Leinsamen Keksen ziemlich missglückt, sie hielten nicht zusammen, sondern sind allein vom Anschauen zerbröselt und fast verbrannt waren sie auch noch….

Also: Schwarze Stellen weg gemacht, die Kekse komplett zerbröselt mit Frischkäse gemischt und in Kakao gerollt: voilá schon hatte ich Schoko-Zimtpralinen mit köstlichem Röstaroma!

Die wichtigste Zutat bei ketogenen Backrezepten bleibt natürlich das Fett. Hier kannst du getrost einfach Butter verwenden, wie bei herkömmlichen Backrezepten auch.

Doch auch Kokosnussöl (z.B. Mituso Bio-Kokosöl) ist ausgezeichnet geeignet. Du kannst Butter oder Kokosöl getrennt verwenden oder beides Zusammen in einem Rezept. Unterschiedlich ist nur der Kokosgeschmack des Kokosöls. Aber ich habe schon oft zu Kokosöl gegriffen, wenn mir dann doch die Butter ausgegangen ist.

Für süße ketogene Backrezepte brauchst du natürlich noch einen Ersatz für herkömmlichen Zucker.

Meine Erfahrung hat gezeigt, dass Erythrit (z.B. Xucker light) sich dafür am besten eignet. Es ist wie Zucker zu verwenden und fast genauso süß. Bei übermäßiger Verwendung kann jedoch ein leichter Nachgeschmack entstehen, der durch den kühlenden Effekt, den Erythrit im Mund entfaltet, etwas verstärkt wird.

Darum solltest du nicht zu viel verwenden. Nicht mehr als die Menge an Zucker, die in einem ähnliche Rezept verwendet werden würde.

Mit Gewürzen und anderen Aromen kannst du deinen ketogenen Backrezepten den letzten Pfiff verleihen. Zimt oder Vanille und eine Prise Salz ist bei mir beinahe in jedem Rezept vorhanden, das rundet den Geschmack schön ab.

Hier kannst du auch gerne kreativ werden, jüngste Schokoladen-Kreationen haben ja auch gezeigt, dass rosa Pfeffer, Salz und Chilli toll zu Schokolade passen. Und Karamell wird in den USA grundsätzlich gesalzen.

Mit dieser Liste an ketogenen Backrezepten kannst du dich an den Herd wagen. Such dir ein paar Rezepte hier aus oder durchblätter deine ketogenen Kochbücher und leg los!

 

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