Keton im Urin – mögliche Ursachen und Vorgehensweise

Keton im Urin

Während einer ketogenen Diät ist ein erhöhter Anteil von Ketonkörpern im Urin nicht zu vermeiden. Dieser Zustand ist sogar gewünscht, zeigt er doch an, dass du dich in der Ketose befindest. Allerdings ist Keton im Urin nicht bei jedem gewünscht.

Um auf der sicheren Seite zu sein, solltest du den Pegel an Keton im Urin regelmäßig testen. Denn ein zu hoher Ketonwert kann ein Zeichen für ernsthafte Erkrankungen oder Störungen des Organismus sein. Wenn du dich gerade nicht in einer ketogenen Diät befindest, ist Keton im Urin immer ein deutliches Warnzeichen dafür.

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Ursachen für Keton im Urin

Mit dem Beginn einer ketogenen Diät gehen automatisch die Kohlenhydrate im Organismus zurück. Dieser Effekt ist gewollt und führt dazu, dass der Körper auf diesen Mangel an Kohlenhydraten reagiert. Um die lebensnotwendige Versorgung des Gehirns mit Energie sicherzustellen, beginnt die Leber, sogenannte Ketonkörper zu bilden.

Diese können vom Gehirn ähnlich wie Zucker in Energie verwandelt werden und stellen so die notwendige Versorgung sicher. Wenn du im Rahmen einer ketogenen Diät genug Nährstoffe zu dir nimmst, produziert dein Körper allerdings deutlich mehr Ketonkörper, als du benötigst.

Diese überschüssigen Ketonkörper werden auf verschiedenen Wegen ausgeschieden. Einen Weg, den der Körper hierfür verwendet, ist der Urin.

Deswegen lassen sich Ketonkörper beim Beginn einer ketogenen Diät bereits innerhalb weniger Tage im Urin nachweisen. Die Keto-Sticks genannten Teststreifen zeigen hierbei die Konzentration der Ketonkörper im Urin an.

Allerdings gibt es noch andere Ursachen für einen erhöhten Pegel von Ketonkörpern im Urin. Zahlreiche Störungen des Stoffwechsels können ebenfalls zu einem verminderten Abbau von Kohlenhydraten führen.

In diesen Fällen ist die erhöhte Konzentration von Keton im Urin bestenfalls eine lästige Nebenwirkung, im schlimmsten Fall handelt es sich um deutliche Symptome einer ernsten Erkrankung.

Besonders bei chronischen Erkrankungen wie Diabetes kann zu viel Keton im Urin auch sehr schnell zu einem Problem werden, sodass der Körper darauf nicht mehr angemessen reagieren kann.

 

Der Nachweis von Keton im Urin und Blut

Eine erhöhte Konzentration von Keton im Urin kann auch ohne einen Test bereits bemerkt werden. Der am meisten produzierte Ketonkörper ist Aceton. Aceton hat einen sehr typischen, leicht fruchtigen Geruch.

Wenn der Urin beginnt, entsprechend zu riechen, ist eine erhöhte Konzentration von Keton im Urin wahrscheinlich. In diesem Fall sollte Sicherheit durch einen Test geschaffen werden.

Neben dem bereits genannten Urintest kann Keton auch über einen Bluttest nachgewiesen werden. Viele Diabetiker verfügen über Testgeräte, die diesen Wert zusätzlich zum Insulin- oder Zuckerspiegel auswerten können.

 

Wann Keton im Urin harmlos ist

Wenn du dich gerade in einer ketogenen Diät befindest, ist Keton im Urin eigentlich vollkommen unbedenklich. Denn der Effekt, dass dein Körper große Mengen an Ketonkörpern produziert, ist schließlich von dir so gewollt. Deswegen solltest du den Keton-Wert zwar regelmäßig im Auge behalten – ein schlechtes Zeichen ist er aber nicht.

Auch bei Personen, die sich besonders fetthaltig ernähren, ist ein erhöhter Keton-Wert normal. Denn diese Menschen lösen einen ähnlichen Effekt in ihrem Körper aus, wie er auch bei der ketogenen Diät entsteht.

Durch die verstärkte Aufnahme von Fetten kommt es zu einer deutlichen Reduzierung der Aufnahme von Kohlenhydraten. Also muss der Körper auch hier für einen Ausgleich sorgen und Ketonkörper bilden.

 

Wann Keton im Urin bedenklich ist

In den meisten anderen Fällen ist eine erhöhte Konzentration von Keton im Urin allerdings durchaus bedenklich. Besonders gefährdet sind Menschen, die zu einer der folgenden Gruppen gehören:

  • Schwangere, die an häufigem Schwangerschafts-Erbrechen leiden. Denn auch so kann ein deutlicher Mangel an Nährstoffen entstehen, der zu einer unfreiwilligen Unterversorgung mit Kohlenhydraten führt.
  • Personen, die eine starke Verletzung erlitten haben oder sich einer Operation unterziehen mussten. Diese massiven Eingriffe in den Organismus können ebenfalls zu einer deutlichen Störung im Stoffwechsel führen.
  • Patienten, die schon unter einer Stoffwechselerkrankung leiden, sind ebenfalls besonders gefährdet. Denn hier kann es durch die Einnahme neuer Medikamente oder eine drastische Änderung der Lebensumstände zu weiteren Komplikationen kommen.

 

Keton im Urin bei Diabetikern

Besonders dramatisch ist eine erhöhte Konzentration von Keton im Urin bei Patienten mit Diabetes Typ I. Denn hier ist die Ursache für die Bildung von Ketonkörpern ein krankheitsbedingter Mangel an Insulin.

Bei Diabetikern kann dieser Zustand bis zu einer völligen Überlastung des Bluts mit Ketonkörpern führen. Dieser Zustand wird Ketoazidose genannt und ist akut lebensgefährlich.

Allerdings gibt es zahlreiche Warnzeichen, die eine Ketoazidose ankündigen:

  • Anhaltender, starker Durst
  • Ungewöhnlich häufiges Wasserlassen
  • Starke, dauernd auftretende Müdigkeit
  • Vollkommene Appetitlosigkeit

 

Diabetiker sollten in diesem Fall unbedingt und so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen, um die notwendigen Gegenmaßnahmen einzuleiten. Von einer Eigentherapie ist hier ohne Rücksprache mit dem Arzt dringend abzuraten.

 

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