Radikaldiät mit Ketose – So verlierst du schnell Gewicht

Radikaldiät

Radikaldiät – abnehmen dank Ketose

Die ketogene Diät ist eine der konsequentesten und radikalsten Formen des Abnehmens. Aufgrund der hohen Wirksamkeit wird sie inzwischen nicht nur von Leistungssportlern verwendet. Auch immer mehr Abnehmwillige entdecken diese Radikaldiät inzwischen für sich.

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Hierfür gibt es gute Gründe: Die ketogene Diät ist wissenschaftlich fundiert, sie ist wirksam und sie umschifft Probleme wie Heißhunger-Attacken. Allerdings will die erfolgreiche Durchführung dieser Radikaldiät gründlich vorbereitet sein, denn Ernährungsfehler führen schnell zu einem Misserfolg.

Das Funktionsprinzip dieser Radikaldiät

Grundsätzlich basiert beinahe jede Diät vor allem darauf, die Zufuhr von Kalorien deutlich zu verringern. Dies kann jedoch auf sehr unterschiedliche Arten geschehen. Die fünf Nährstoffgruppen, aus denen wir unsere tägliche Energie ziehen, haben in einer ausgewogenen Ernährung alle ihre Berechtigung – aber nicht in jeder Diätform.

Werden während einer Diät beispielsweise weiterhin in normalem Maß Kohlenhydrate verzehrt, hat dies gravierende Nachteile. Denn Kohlenhydrate werden vom Körper durch die Ausschüttung von Insulin verarbeitet. Sind die Kohlenhydrate aufgebraucht, sorgt das restliche Insulin unweigerlich für Heißhunger.

Die Folge ist, dass wir mehr Kohlenhydrate essen wollen, um dieses nagende Hungergefühl zu stillen. So beginnt ein Teufelskreis aus zu wenigen Kalorien und dem Bedürfnis, ständig mehr zu essen, ohne satt zu werden.

Und genau hier setzt die ketogene Diät an. Diese Radikaldiät schränkt die Zufuhr von Kohlenhydraten konsequent und drastisch ein. Denn sobald Erwachsene weniger als 50 Gramm an Kohlenhydraten pro Tag aufnehmen, entsteht im Körper ein Mangel. Der erste Effekt, der Auftritt ist, dass keine Kohlenhydrate mehr in Fett verwandelt werden können.

Damit stoppt die ketogene Diät in einem ersten Schritt bereits die Bildung größerer Fett-Depots durch Kohlenhydratüberschuss. Ebenfalls gelingt es dieser Radikaldiät sehr einfach, den Heißhunger zu durchbrechen.

Denn der Verzicht auf Kohlenhydrate ist nicht gleichzusetzen mit der Reduzierung von Kalorien. um den täglichen Bedarf an Energie zu decken, werden bei der ketogenen Diät also verstärkt Fett und Eiweiß verzehrt. Wer eine ketogene Diät macht, verzichtet natürlich auch auf einen Teil der notwendigen Kalorien.

Durch den Verzehr von Fett und Eiweiß enthält der Speiseplan aber ausreichend Sattmacher, um problemlos durch den Tag zu kommen.

Ketose statt Glucose fürs Gehirn

Der massive Mangel an Kohlenhydraten bei dieser Radikaldiät bleibt vom Körper nicht lange unbeantwortet. Denn für einige Prozesse im Körper sind Kohlenhydrate schlich notwendig. Beispielsweise ist die Versorgung des Gehirns ausschließlich mit der Zufuhr von Kohlenhydraten möglich.

Allerdings nutzt die ketogene Diät hier einen einfachen Trick der Natur. Wenn unser Körper in Mangelzeiten nicht ausreichend mit Kohlenhydraten versorgt wird, kann er einen gleichwertigen Ersatz herstellen. Bei fortwährendem Mangel an Kohlenhydraten beginnt der Körper, Fett abzubauen.

Dieses Fett wird dann in der Leber zu Ketonkörpern verarbeitet. Ketokörper oder Ketonkörper können von den Körperzellen, den Muskeln und im Gehirn als Energielieferant verwendet werden.

Damit basiert die Ketose-Diät auf einem Schutzmechanismus, der gezielt über die Steuerung der Ernährung ausgelöst wird. Dem Körper bleibt aufgrund der zugeführten Nahrung einfach keine andere Wahl, als das vorhandene Fett abzubauen.

Woher die Idee zur Ketose-Diät stammt

Auch wenn eine Diät, die auf dem Effekt der Ketose basiert, noch relativ neu ist – die Idee dahinter ist es eigentlich nicht. Die Inuit in Kanada und Alaska haben seit Jahrhunderten eine Ernährungsweise, die auf genau diesem Effekt beruht.

Da ihnen fast ausschließlich tierische Nahrungsmittel zur Verfügung stehen, herrscht ein eklatanter Mangel an Kohlenhydraten. Die Fleischlieferanten der Inuit sind aber hauptsächlich Meeressäuger und Fische, die über einen sehr hohen Fettanteil verfügen.

Damit gelingt es diesen nordamerikanischen Ureinwohnern, ihren Bedarf an Kalorien problemlos zu decken und dabei gesund zu bleiben.

Außerdem wird der ketogene Effekt auch in anderen Diätformen genutzt. So besteht eine bei Kraftsportlern im Hochleistungsbereich besonders beliebte Diätform unter anderem aus dieser Radikaldiät. In der ketogenen Phase bauen die Sportler Fett ab.

Abgewechselt wird dann meist nach zwei Wochen mit einer „Masse-Phase“, in der große Mengen Kohlenhydrate zugeführt werden. Auf diese Weise gelingt es, den gewünschten Fettverlust zu erreichen, ohne dabei die erworbene Muskelmasse zu verlieren. Diese Diätform wird auch zyklische ketogene Diät bezeichnet. Wie sie genau funktioniert, erklären wir dir hier.

Die Radikaldiät mit Ketose in der Praxis

In der Praxis setzt diese Radikaldiät eine gewisse Planung voraus. Denn neben der genauen Zusammensetzung der wichtigsten Nahrungsmittel gilt es, auch das eigene Ernährungsverhalten genau zu kennen. Nur durch eine gute Planung können massive Fehler bei der ketogenen Diät verhindert werden.

Viele Obst. und Gemüsesorten enthalten ganz erhebliche Mengen an Kohlenhydraten. Damit sind sie bei der ketogenen Diät nur bedingt oder auch gar nicht geeignet. Hier gilt es, alle in Frage kommenden Lebensmittel im Vorhinein genau abzuchecken. Auf der erheblich sichereren Seite bis du, wenn du dich auf von Natur aus sehr kohlenhydratarme Lebensmittel festlegst.

Neben den meisten Fleisch- und Fischsorten zählen hierzu auch viele Arten von Käse. Auch Eier und viele Milchprodukte eignen sich, da sie ebenfalls relativ arm an Kohlenhydraten sind. Zum Thema „ketogene Lebensmittel“ haben wir einen eigenen Artikel verfasst, den du hier findest.

Fruchtsäfte sollten ebenso gemieden werden wie künstlich gesüßte Limonaden. Letztere haben den Nachteil, dass sie sehr süß sind.

Auch wenn sie keinen Zucker enthalten – der Geschmack von Süßem wird in dir das Bedürfnis nach Zucker wecken. Besonders in der Anfangszeit der Radikaldiät solltest du hier also lieber verzichten. Bei der Auswahl der Lebensmittel sollte bei der ketogenen Diät die Qualität ein wichtiger Faktor sein.

Denn gerade bei den dringend benötigten Fetten gibt es hier gravierende Unterschiede. Transfette aus stark verarbeiteten Lebensmitteln enthalten zwar die notwendigen Kalorien – sonst aber nichts.

Besser als Fertig-Nahrung sind hier Nüsse, hochwertiges fettiges Fleisch und fetthaltige Fische wie Lachs.

Ebenfalls wichtig ist eine genaue Bestimmung des täglichen Kalorienbedarfs. Denn auch bei der ketogenen Diät sollte das Kaloriendefizit nicht allzu hoch ausfallen, um den optimalen Effekt zu erzielen. Ein Defizit von zirka 500 – 700 Kilokalorien pro Tag ist ausreichend, um den Effekt der Fettverbrennung zu unterstützen.

Wird ein stärkeres Defizit angestrebt, kann dies schnell zu einer Mangelernährung mit den entsprechenden Nebenwirkungen führen. Um deinen Kalorienbedarf exakt zu bestimmten, solltest du einen Low Carb-Rechner oder einen Keto-Rechner verwenden. Hier findest du eine kommentierte Auswahl.

Die Vorteile der ketogenen Diät

Wird eine ketogene Diät strikt und diszipliniert durchgeführt, hat sie einen entscheidenden Vorteil: Sie wirkt schnell und deutlich. Denn bereits nach maximal zwei Wochen hat der Körper sich an die Umstellung der Ernährung gewöhnt. Wie schnell dies genau vonstattengeht, hängt von der individuellen Verfassung ab.

Wer sich ganz sicher sein will, dass die Produktion von Ketonkörpern angelaufen ist, kann dies mit Hilfe eines simplen Urintests zuhause überprüfen. Hinweise zu den entsprechenden Teststreifen, den sogenannten Ketosticks, findest du hier.

Ein weiterer ganz klarer Vorteil dieser Radikaldiät ist, dass der Zuckerkreislauf durchbrochen wird. Da Kohlenhydrate nur in sehr geringen Mengen zugeführt werden, entfällt die Ausschüttung von Insulin. Immer dann, wenn dem Körper große Mengen Kohlenhydrate zugeführt werden, reagiert er mit einer Insulin-Ausschüttung.

Aufgabe des Insulins ist es, den Zucker im Blut abzubauen und in die Zellen zu transportieren. Allerdings schüttet der Körper zumeist mehr Insulin aus, als benötigt wird. Sobald nicht mehr genug Kohlenhydrate im Blut vorhanden sind, reagiert der Körper mit Heißhunger.

In der ketogenen Diät bleibt damit nach einer Phase der Eingewöhnung das Heißhungergefühl, das man von vielen anderen Diäten kennt, komplett aus.

Dieser Heißhunger ist bei Diäten jedoch einer der wichtigsten Gründe, derentwegen sie abgebrochen werden. Wer sich für eine ketogene Diät entscheidet und entsprechend diszipliniert einsteigt, hat mittelfristig sehr hohe Chancen auf einen Erfolg.

Kritikpunkte und Nachteile der Radikaldiät

Allerdings ist diese Radikaldiät nicht unumstritten. Denn die drastische Umstellung der gesamten Ernährung setzt einiges voraus. So gilt es, sich sehr genau mit den eigenen Essgewohnheiten auseinanderzusetzen. Auch müssen gerade zum Einstieg alle Lebensmittel genau bewertet werden.

Hierfür ist ein erhebliches Maß an Recherche notwendig. Wird diese nicht durchgeführt, besteht eine erhebliche Gefahr, dass sich die eine oder andere versteckte Kohlenhydratquelle in den Speiseplan einschleicht. Auch wenn es durchaus verschiedene Abstufungen einer ketogenen Diät gibt, sollten Kohlenhydrate weitgehend gemieden werden.

Durch den geringen Anteil an Obst und Gemüse kann eine ketogene Diät zu einem Mangel an Vitaminen und anderen Vitalstoffen führen. Deswegen ist die zusätzliche Einnahme von Vitaminpräparaten ratsam. Diese helfen, den Mangel an natürlichen Zusatzstoffen auszugleichen, ohne dafür auf Kohlehydratträger zurückzugreifen.

Gerade am Anfang kommt es bei dieser Diät auch häufig zu Nebenwirkungen. Denn die Umstellung der Ernährung erfordert auch vom gesamten Verdauungssystem eine gewisse Eingewöhnung.

Während dieser Phase treten zuweilen Probleme mit dem Stuhlgang oder Blähungen auf. Nach spätestens zwei Wochen sollten diese aber vollständig verschwunden sein. Ein weiteres typisches Anfangsproblem ist die „Keto Flu“. Diese fühlt sich wie eine beginnende Grippe an, allerdings geht dieses Gefühl ebenfalls schnell vorüber – und hat auch mit einer Grippe nichts zu tun.

Nähere Informationen und Gegenmittel zu diesem Symptom findest du hier. Grundsätzlich gilt, dass eine ketogene Diät erst nach Rücksprache mit dem Arzt begonnen werden sollte. Dieser hat die Möglichkeit, die Diät zu überwachen und gegebenenfalls Warnzeichen rechtzeitig zu erkennen.

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