Stoffwechselumstellung – mit Ketose zum Traumgewicht

stoffwechselumstellung

Wenn du dich bereits über das Thema Abnehmen und Diäten informiert hast, hast du sicherlich schon von Tipps gehört, wie man den „Stoffwechsel anregen“ oder „beschleunigen“ kann, um mehr Gewicht zu verlieren. Zu besonders großen Erfolgen führen diese Maßnahmen jedoch selten. Wenn du dein Traumgewicht erreichen möchtest, schaffst du das mit einer Stoffwechselumstellung am einfachsten.

Der Stoffwechsel, auch Metabolismus genannt, bezeichnet alle chemischen Prozesse in einem Lebewesen. Dabei werden Stoffe in Zwischen- und Endprodukte umgewandelt.

Diese Prozesse dienen dem Aufbau und dem Erhalt von Körpersubstanz oder der Energiegewinnung und damit der Aufrechterhaltung der Körperfunktionen.

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Dies gelingt durch Enzyme, die die chemischen Reaktionen lenken und beschleunigen. Im Folgenden soll es um den Teil des Stoffwechsels gehen, der die Energiegewinnung regelt. Es gibt drei Nährstoffgruppen, die der Körper mehr oder weniger gut zur Deckung seines Energiebedarfs nutzen kann: Kohlenhydrate, Fette und Proteine.

Der Glucose-Stoffwechsel

Beim Glucose-Stoffwechsel verwendet der Körper Kohlenhydrate, um Energie zu gewinnen. Kohlenhydrate sind nichts anderes als komplexe Zuckermoleküle, die aus mehreren einfachen Zuckermolekülen aufgebaut sind.

Beim Essen beginnt bereits in deinem Mund, durch Speichel und Kauen, die Zersetzung der Kohlenhydrate, in einfache Zuckermoleküle (auch Einfachzucker oder Monosaccharide genannt). Im Magen und Darm geht dieser Prozess weiter, Kohlenhydrate werden zu Zucker aufgespalten. Dieser Zucker gelangt in dein Blut, diesen Blutzucker nennt man Glucose.

Ab einer gewissen Menge an Blutzucker produziert die Bauchspeicheldrüse Insulin. Insulin ist ein Hormon (ein Botenstoff), das dafür sorgt, dass der Blutzucker weiter transportiert wird.

Ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel führt nämlich zur Schädigung der feinen Blutgefäße und kann so, auf lange Sicht gesehen, schwere Probleme und Krankheiten verursachen. Dazu zählen Blindheit, Herzinfarkt, Schlaganfall, Nervenschäden, Nierenschäden oder Amputationen.

Insulin transportiert die Glucose nun zu den Zellen, die sie zur Energiegewinnung nutzen können. Wenn darüber hinaus noch Glucose vorhanden ist, transportiert das Insulin diesen Überschuss in die Glucosespeicher des Körpers. Das sind die Leber, die Muskulatur und das Blut.

Gespeichert, bezeichnet man Glucose nun als Glycogen. Ungefähr 400-500g Glycogen sind in einem Körper gespeichert, ein Drittel in der Leber, zwei Drittel in der Muskulatur und ein kleiner Rest im Blut.

Die gespeicherte Menge hängt von der Körperzusammensetzung ab, wer viele Muskeln hat, hat logischerweise auch größere Glycogen-Speicher, als jemand der kaum Muskulatur hat. Wenn diese Speicher schließlich auch voll sind, aber immer noch Glucose vorhanden ist, lagert das Insulin diesen Überschuss als Fett ein.

Auf die Glykogen-Speicher kann der Körper zugreifen, wenn er schnell Energie benötigt, auf die Fettspeicher greift er zu, wenn sein Glykogen-Vorrat erschöpft ist. So ist sichergestellt, dass für alle Aktivitäten und auch in Zeiten der Nahrungsknappheit immer genügend Energie zur Verfügung steht.

Solange der Körper Energie in Form von Kohlenhydraten zur Verfügung gestellt bekommt, wird er diese als bevorzugte Energiequelle nutzen, da sie leicht zugänglich sind.

Was passiert nun, wenn der Körper keine Nahrung mehr bekommt? Nun zuerst leert er seine Kohlenhydratspeicher, wenn diese leer sind, gibt es noch andere Mechanismen, um den Energiebedarf des Körpers zu decken.

Gluconeogenese

Gluconeogenese bedeutet so viel wie „Glucose-Neubildung“, von altgriechisch glykys, was „süß“ bedeutet, neos für „neu“ und genesis für „Erzeugung“. Aus Nebenprodukten des Muskelstoffwechsels und des Proteinabbaus stehen sogenannte Kohlenhydratvorstufen zur Verfügung.

Diese Stoffe können vollständig zu Glucose gewandelt werden, so kann der Körper sie, genauso wie Kohlenhydrate zur Energiegewinnung nutzen.

Bei der Gluconeogenese stellt der Körper also aus Proteinen selbst Kohlenhydrate her und deckt damit seinen Energiebedarf.

Auf lange Sicht gesehen, würde das aber zu einem sehr starken Muskelverlust führen. Stell dir vor, du bist in der Steinzeit und verlierst über den Winter all deine Muskeln, weil es zu wenig Nahrung gibt. Dann wärst du nach einiger Zeit zu schwach zum Jagen, was sehr schlecht wäre.

Ketose

Dein Körper war aber so klug im Sommer, als Nahrung im Überfluss zur Verfügung stand, Fettdepots anzulegen, die er nun nutzen kann, ohne wichtige Muskulatur zu verlieren.

Wenn du länger nichts gegessen hast, sinkt dein Blutzuckerspiegel und auch dein Insulinspiegel. Es werden keine Kohlenhydrate gegessen, also gelangt auch kein Zucker ins Blut, den Insulin wegtransportieren müsste. Stattdessen wird ein anderes Hormon freigesetzt: Glucagon.

Glucagon ist der Gegenspieler von Insulin und veranlasst nun den Abbau deiner Fettdepots. Die dadurch freigewordenen Fettsäuren werden in deiner Leber zu Ketonkörpern umgewandelt. Genauer gesagt, zu Acetoacetat, Aceton und Beta-Hydoxybutyrat.

Diese Ketonkörper gelangen nun in deine Zellen, deine Muskeln, Organe und dein Gehirn und werden dort zur Energiegewinnung genutzt. Ab einer gewissen Konzentration von Ketonkörpern in deinem Blut, spricht man von Ketose.

Nach einiger Zeit in der Ketose wird dein Körper daran gewöhnt sein und Fett als bevorzugte Energiequelle nutzen. Dir ist damit die Stoffwechselumstellung gelungen.

Wenn man möchte, kann man sagen, du hast auch nur wieder deinen natürlichen Zustand hergestellt, wir kommen nämlich mit diesem Stoffwechsel auf die Welt. Auch wenn man in der Geschichte der Menschheit weit zurück schaut, stellt man fest, dass Ketose nichts Unübliches war.

Es haben sich immer wieder Zeiten des Überflusses (Sommer) mit Zeiten der Nahrungsmittelknappheit (Winter) abgewechselt. Ein Wechsel zwischen verschiedenen Stoffwechselzuständen sicherte dabei das Überleben.

Nun gibt es noch eine andere Möglichkeit diese Stoffwechselumstellung zu erreichen, ohne Hunger. Nämlich einfach, durch die Reduktion von Kohlenhydraten auf 20-30g pro Tag. So ist es möglich, gesund zu essen und trotzdem die Vorteile zu erlangen, die bei der Stoffwechselumstellung auf Ketose entstehen.

Dazu gehört eine gesteigerte Konzentration, mehr Energie, weniger Heißhungerattacken und ein vermindertes Hungergefühl. Bei einer großen Anzahl von Krankheiten kann Ketose ebenfalls sehr hilfreich sein. Dazu gehören Diabetes, Migräne, erhöhter Blutdruck, das metabolische Syndrom und PCOS (polyzystisches Ovarsyndrom).

Mit Ketose zum Wunschgewicht

Zusätzlich ist die Stoffwechselumstellung auf Ketose sehr hilfreich beim Erlangen deines Traumgewichts. Der Körper greift bei einem ketogenen Stoffwechsel direkt auf seine Fettdepots zu. Diese werden verbannt, um den täglichen Energieverbrauch zu decken.

Das heißt aber auch, dass du weniger essen musst als du verbrauchst. Tägliches völlig hemmungsloses Schlemmen, führt leider nie zu Gewichtsverlust. Aber du wirst nach der Stoffwechselumstellung deutlich weniger Hunger haben, da dein Blutzuckerspiegel keine großen Schwankungen durchmacht.

Du wirst kaum noch Heißhungerattacken auf zuckerreiche Mahlzeiten haben, sobald dein Körper an die Fettverbrennung gewöhnt ist. Es wird dir also leicht fallen, weniger zu essen und dadurch wirst du automatisch Gewicht verlieren.

Du kannst mit Hilfe der Stoffwechselumstellung also ganz leicht ein normales und natürliches Essverhalten entwickeln. Du isst, wenn du hungrig bist und hörst auf zu essen. Wenn du satt bist, da du lernst, dass du auch von einer kleinen fettreichen Mahlzeit satt bleiben wirst.

Du musst nicht darüber hinaus essen. Da fettreiche Mahlzeiten meist sehr lecker schmecken, kommt auch der Genuss nicht zu kurz und du wirst nicht unter einem starken Gefühl des Verzichts leiden.

Zur Erinnerung: Wenn du einmal richtig an die Fettverbrennung angepasst bist, entwickelst du, wenn überhaupt, Heißhunger auf fettreiches Essen. Die Stoffwechselumstellung ist damit auch relativ einfach. Und dieses natürliche Essverhalten wird dir auf lange Sicht dabei helfen, dein Traumgewicht zu erreichen und auch zu halten.

Um deinen Abnehmerfolg beizubehalten, ist eine Ernährungsumstellung wichtig. Das etwas sein, das du für lange Zeit machen möchtest.

Zudem sind Kalorien nicht der alleinige Faktor, wenn es um Fettverlust geht. Auch ein niedriger Insulinspiegel ist dabei sehr hilfreich. Ist dein Insulinspiegel hoch, befindet sich dein Körper in einem aufbauenden Modus. (Du erinnerst dich: er transportiert Blutzucker IN die Zellen oder Fettdepots).

Sinkt dein Insulinspiegel, wird Glucagon ausgeschüttet. So kommst du in einen Fett-AB-bauenden Modus, da es die Freisetzung der Fettsäuren aus deinen Fettdepots veranlasst.

Wenn du deinen Körper mit gesunden, nährstoffreichen Lebensmitteln versorgst, isst wenn du hungrig bist und aufhörst, wenn du satt bist, wirst du relativ leicht dein Traumgewicht erreichen. Die Stoffwechselumstellung auf Ketose macht dir das so leicht wie möglich. Da du energiegeladen bist, weniger Hunger verspürst und nicht mehr unter Heißhungerattacken leidest.

 

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